Max Lober, Ehrenbürger

geb. 12. Oktober 1922 in Augsburg
gestorben 2. Juni 1996 in Augsburg
Pfarrer in Münster von 1. September 1954 bis 15. Oktober 1995
Ehrenbürger-Ernennung zum 70. Geburtstag


Die Donauwörther Zeitung (Bericht Adalbert Riehl) berichtete am 16. November 1992:

Dekan Max Lober erhält Ehrenbürgerwürde
Gemeinde ehrt Priester anlässlich seines 70. Geburtstages - Seit 38 Jahren Seelsorger am Ort

Eigentlich wollte er seinen runden Geburtstag in aller Stille begehen, doch die Gemeinde wollte es anders: anlässlich seines 70. Geburtstages und in Anerkennung seiner 38-jährigen Seelsorgertätigkeit verlieh die Gemeinde Münster an den Ortsgeistlichen, Dekan Max Lober, die Ehrenbürgerwürde.

Bei einem gemeinsamen Nachmittag von Gemeinde und Pfarrei überreichte Bürgermeister Konrad Dumberger die kunstvoll gestaltete Urkunde und gratulierte Geistlichem Rat Lober zu der Auszeichnung.

Der Kirchenchor unter Leitung von Hans Hafner eröffnete die Feierstunde im Pfarrzentrum Münster. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alfred Höfle eröffnete den Gratulationsreigen, der gleichermaßen dem 70. Geburtstag von Max Lober wie der Ehrenbürgerschaft galt. Der in Augsburg geborene Geistliche ist einziger Träger der höchsten Auszeichnung der Gemeinde.

In seiner Laudatio legte Bürgermeister Konrad Dumberger den Inhalt der Ehrenbürgerurkunde näher aus. Die Ehrung erfolgte, so das Dokument, "mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderates, die ganze Bürgerschaft hinter sich wissend, in Anerkennung und Würdigung seiner segensreichen Arbeit zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger". Dumberger verglich eingangs das Münster von 1954 mit dem Ort von heute und stellte fest, dass Dekan Lober durch seine Person in zweierlei Hinsicht dafür sorgte, dass "die Kirche im Dorf blieb". Einmal verdankte der Ort seinem Geistlichen den Bau des Kirchenzentrums im Jahr 1980, zum anderen sei Pfarrer Lober durch seine Persönlichkeit und Bescheidenheit selbst zu einer "Institution geworden, die aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken sei".

Bürgermeister Dumberger betonte, der Jubilar habe in den letzten 38 Jahren wie kein anderer Anteil gehabt an Freud und leid in der Gemeinde und in jeder einzelnen Familie, er habe wie kein anderer in dieser zeit des Wandels allen einen festen, gleichbleibenden Halt geboten und sei immer zur Stelle gewesen, wenn er gebraucht wurde, ohne sich jemals in den Vordergrund zu drängen.

Für Dekan Max Lober ist Münster zur Lebensaufgabe geworden: nach der Priesterweihe im Mai 1951 und gut drei Jahren als Stadtkaplan in der Pfarrei St. Konrad in Augsburg übernahm er am 1. September 1954 die Pfarrstelle des Dorfes. Bürgermeister Dumberger verband mit dem Dank den Wunsch, dass Pfarrer Lober noch lange in Gesundheit für seine Pfarrei sorgen könne.

Im Anschluss an die Laudatio und Urkundenübergabe gratulierten die Ortsvereine und zeigten so ihren Verbundenheit mit ihrem Pfarrer und ihre Integration in die Pfarrgemeinde.

Geistlicher Rat Lober zeigte sich zum Abschluss des offiziellen Teils überrascht von der Schar der Gratulanten und dem feierlichen Rahmen. Dass er gerne in Münster wirkt und lebt, zeigten schon die humorvollen Worte, mit denen er auf die Ehrung einging. Er habe die Ehrung nicht verdient, meinte der stets bescheidene Geistliche.

Viele Einwohner von Münster nutzten die Gelegenheit, ihrem Pfarrer zum Geburtstag und dem frischgebackenen Ehrenbürger zu der hohen Auszeichnung persönlich zu gratulieren.


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Auszug aus dem Pressebericht über das Requiem (Donauwörther Zeitung vom 10. Juni 1996):
"Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat" - die Anfangssätze des Psalmes 103 hatte Geistlicher Rat Max Lober auf das gedenkbild zu seinem silbernen Priesterjubiläum aufdrucken lassen. Dekan Johann Menzinger bezeichnete diese Bibelstelle beim Requiem als Vermächtnis von Lober und gleichzeitig als seinen lebenslangen Versuch, die Welt mit Gottes Liebe zu erfüllen.
Pfarrer Max Lober, von 1954 bis 1995 Pfarrer von Münster und Oberpeiching, war im 74. Lebensjahr in seiner Geburtsstadt Augsburg gestorben. 23 Jahre, bis 1993, hatte er als Dekan gewirkt. 12 Jahre war er auch 2. Vorsitzender des Vereins für amulante Krankenpflege im Kath. Dekanat Rain. Regionaldekan Gottfried Fellner (Dillingen) feierte den Trauergottesdienst in Konzelebration mit Dekan Johann Menzinger (Rain), Pater Peter Mangatt (Münster) und 18 weiteren Geistlichen - darunter die Priester des Dekanates Rain und Weihbischof Max Ziegelbauer sowie weitere Studienkollegen.
Weiter nahmen Landrat Alfons Braun, die Vertreter der Lokalpolitik, der kirchlichen Gremien und der örtlichen Vereine am Requiem teil. Den Nachruf für Gemeinde und Vereine schloss Erster Bürgermeister Alois Stuber mit den Worten "Pfarrer Max Lober war uns ein Vorbild, er hat uns bleibende Werte vermittelt und er hat die Gemeinde und alle Bürger in wahrer christlicher Liebe begleitet". - Max Lober hat seine letzte Ruhestätte auf eigenen Wunsch im Friedhof Münster gefunden - nicht an exponierter Stelle, sondern inmitten der Verstorbenen seiner ehemaligen Pfarrgemeinde.


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